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"Festiwal nauki" an unserer Partnerschule in Minsk Mazowiecki
Vom 22. bis zum 28. Oktober 2017 waren Auszubildende der BbS "Eike von Repgow" in Begleitung von Frau Ast und Frau Kruse zu Gast an unserer polnischen Partnerschule. Mit dem Berlin-Warschau-Express reisten sie zunächst bis in die polnische Hauptstadt und schließlich mit der Regionalbahn weiter ins 40 km östlich von Warschau gelegene Minsk Mazowiecki. Gemeinsam mit polnischen Schülern erlebten die Auszubildenden aus den Klassen IT16 und FSV16 eine interessante Woche unter dem Motto "Festiwal nauki".

Hier ihr Reisebericht:

Als wir am Montag in der Schule ankamen, wurden wir im Konferenzraum von den polnischen Schülern, Lehrern und dem Schulleiter begrüßt. Nach einer Vorstellungsrunde und Auflockerungsspielen arbeiteten wir in gemischten Gruppen ein Plakat mit unseren Erwartungen unter dem Thema „Deutsch-Polnische Freundschaft“ aus.

Im Anschluss führte uns Deutschlehrer Tomasz Wroblewski durch das Schulgebäude. Nach einer kurzen Pause, in der wir das polnische Essen probieren konnten, ging es mit einer Stadtführung weiter.

Zum Abschluss des Tages fuhren wir spontan mit der Bahn nach Warschau, wo jeder seine Freizeit selbst gestalten durfte. Zurück im Hotel angekommen, wartete bereits ein leckeres Abendessen auf uns und somit auch das Ende eines ereignisreichen ersten Tages in Polen.

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet fuhren wir am Dienstag gegen 8.00 Uhr mit einem Reisebus Richtung Majdanek. Während der zweieinhalbstündigen Fahrt war viel Zeit um mit den polnischen Schülern ins Gespräch zu kommen.

Dort angekommen überwältigte uns unmittelbar der Anblick der original erhaltenen Baracken des Konzentrationslagers. Die Führung über das Gelände war leider auf Polnisch, so dass wir uns selbstständig auf den Weg machten, diesen historischen Ort zu erkunden. Am eindrucksvollsten sind uns das Krematorium mit den hinterlassenen Öfen sowie das angrenzende Denkmal in Erinnerung geblieben. Das Denkmal ist ein Mausoleum mit rund 20 Metern Durchmesser, das die Asche von ca. 235.000 dort ermordeten Menschen enthält. Bei seinem Anblick kam ein mulmiges Gefühl in uns allen auf und regte zum Nachdenken an. Mit dem Entzünden der Kerzen vor der Gedenkstätte beendeten wir unseren Besuch im Konzentrationslager Majdanek.

Bei diesen eisigen Temperaturen waren wir froh, wieder im Bus zu sitzen, welcher uns nun nach Lublin brachte. Am Schloss Lublin angekommen, wurde die polnische Führung fortgesetzt. Nach einem deftigen Mittagessen in der Altstadt von Lublin, umgeben von wunderschönen Häusern, sahen wir uns die prachtvolle Johanneskathedrale an. Die Stimmung wurde hier durch zwei sogenannte Flüsterecken aufgelockert.

Nach einem anstrengenden Tag ließen wir die Dinge auf der Busfahrt zurück nach Minsk Mazowiecki auf uns wirken.

Mittwoch:
Nach ausreichender Stärkung durch ein reichhaltiges Frühstück machten wir uns auf zur Berufsschule der polnischen Gastgeber. Dort wurden wir von Tomasz und der Gruppe von Montag herzlich empfangen und es ging für uns gleich mit dem Plan für den Tag los. Wir besuchten drei Unterrichtseinheiten, die wir in Gruppen durchliefen. Reinschnuppern durften wir in Elektrotechnik, Überwachungstechnik und Programmierung. Als der Unterricht beendet war, aßen wir zusammen das traditionelle Gericht von Polen, Pierogi.

Nach dem Mittagessen ging es für uns zum letzten großen Teil unseres Tagesprogrammes. Im gemeinsamen Sportunterricht spielten wir Volleyball, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Nach dem festen Tagesprogramm gestalteten wir unsere Freizeit nach unseren Wünschen. In kleineren Gruppen schauten wir uns noch Minsk an und trafen uns zum gemeinsamen Abendessen, um den dritten Tag unserer Reise erfolgreich ausklingen zu lassen.

Der Donnerstag begann, wie die vorherigen Tage, mit einem herzhaften Frühstück. Danach ging unsere Tagespolitik los mit der Fahrt nach Warschau. Der erste Programmpunkt war die Besichtigung des Schlosses Wilanow, dem Sitz des ehemaligen polnischen Königs Jan III. Sobieski. Nach der Führung durch unseren Guide Magdalena ging es zu der nächsten Sehenswürdigkeit. 30 Stockwerke höher standen wir auf dem Turm des Kultur und Wissenschaftspalasts von Warschau. Leider war das Wetter sehr diesig, so dass wir nicht sehr weit sehen konnten. Unser offizielles Programm war nun beendet. Als Gruppe beschlossen wir, in die Altstadt zu gehen und uns diese mit ihrer alten, nachgebauten Architektur anzusehen. In kleinen Gruppen liefen wir durch die Gassen und betrachteten alles vorhandene. Neben den prunkvollen Kirchen waren wir auch sehr erstaunt über die wunderschöne Stadtbeleuchtung, die die Stadt mit ihrem Charme perfekt umschmeichelt. Neben einigen Cafés besuchten wir noch ein polnisches Brauhaus, was sich Deutschland als Thema genommen hat. Es war sehr interessant zu wissen, was die polnischen Mitbürger als typisch Deutsch betrachten. Am späten Abend fuhren wir wieder zu unserer Unterkunft und ließen den Abend ausklingen.

Freitag:
Der letzte Tag unserer Reise begann. Nach dem gemeinschaftlichen Frühstück, machten wir uns auf zu der Berufsschule unserer polnischen Gastgeber. Dort stand auf dem Programmplan die Ausarbeitung der Präsentation für die vorherige Woche. Die Ausarbeitung führten wir in den bewährten Gruppen durch.

Nach der Ausarbeitung und Präsentation vor dem Schulleiter, dem Bürgermeister und dem Starost des Kreises Minsk Mazowiecki aßen wir zum Abschluss der Woche zusammen Mittag.

Den restlichen Tag verbrachten wir damit, die Taschen zu packen und letzte Besorgungen zu machen.

Die Begegnung wurde durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk gefördert.